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Whitepaper: KI zwischen Hype und Handlungsdruck — Realitätscheck für 2026

Whitepaper: KI zwischen Hype und Handlungsdruck — Realitätscheck für 2026

Vom Fachbereich bis zum CIO spüren viele denselben Druck: „Wir müssen jetzt irgendetwas mit KI machen." Dieses Whitepaper fasst die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Expertengespräch von Prof. Dr. Ute Schmid (Universität Bamberg) und migRaven-CEO Thomas Gomell vom 9. Dezember 2025 zusammen — ein Realitätscheck für 2026.

Das eigentliche Problem: Informationsflut statt nutzbarem Wissen

Fehlende oder falsche KI-Antworten sind selten ein exotischer Sonderfall. Wenn Wissen chaotisch vorliegt, kann KI nur bedingt gute Ergebnisse liefern: „Wenn du schlechte Fragen stellst, bekommst du schlechte Antworten." Die Big-Data-Idee, einfach alles zu speichern, rächt sich — relevante Inhalte und Datenmüll sind kaum noch zu unterscheiden, und Content-Produktion auf Autopilot verschärft das Problem.

Mensch und KI als Team

Wo der Standard-Workflow zu „prompten, prüfen, freigeben" verkommt, erodieren fachliche Fähigkeiten (Skill-Skipping). Hochleister nutzen KI dagegen als Sparringspartner — mit Human-in-the-Loop-Strukturen, die Kompetenzen stärken statt ersetzen.

Knowledge Graphs & neuro-symbolische KI

Dokumente aus 20 Jahren in eine Vektordatenbank zu kippen, ist keine Strategie. Erst kuratierte Wissensmodelle — Knowledge Graphs kombiniert mit Sprachmodellen — machen KI erklärbar (Antworten lassen sich auf Knoten und Kanten zurückführen), kontrollierbar (Governance ist abbildbar) und nachhaltig (Wissen überlebt den Tool-Wechsel). Ein Framework wie aikux.Brain dient dabei als Fundament für Lösungen wie migRaven.MAX.

Vier Handlungsfelder

  1. Aufräumen und kuratieren, 2. Human-in-the-Loop verankern, 3. Knowledge-Graph-Ansätze pilotieren, 4. Souveränität als Zielgröße definieren — wer kontrolliert unser Wissen: wir oder unsere Plattformanbieter?

Auszug aus dem Dokument

Das Whitepaper zum Expertenwebinar mit Prof. Dr. Ute Schmid (Universität Bamberg) und migRaven-CEO Thomas Gomell: Warum Datenkuratierung und Wissensarchitektur wichtiger sind als das nächste KI-Modell — und wie Knowledge Graphs und neuro-symbolische KI erklärbare, kontrollierbare Antworten möglich machen.

MR

migRaven Team

IT-Governance Experten

Wichtigste Funktionen

  • Halluzinationen sind oft ein Kontextproblem: unsaubere Wissensbasis statt schlechter Modelle

  • Big Data ohne Kuratierung rächt sich — Cherry Picking geprüfter Inhalte statt „Vektordatenbank als Ablage"

  • Skill-Skipping: Wie „prompten, prüfen, freigeben" Kompetenzen erodiert — und Human-in-the-Loop dagegenwirkt

  • Knowledge Graphs + LLMs = neuro-symbolische KI: erklärbar, kontrollierbar, nachhaltig

  • Technologische Souveränität: Warum Europa eigene Plattformen und Wissensarchitekturen braucht