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migRaven.MAX Link-Repair erfasst jetzt auch CAD- und BIM-Verweise

Die Link-Analyse für Fileserver-Migrationen deckt neben Office-, PDF- und Visio-Dokumenten nun AutoCAD, Revit, Navisworks und Inventor ab und zeigt vor der Migration, ob Verweise überhaupt korrigiert werden müssen.

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migRaven Team

20. Sept. 2026 · 5 Min. Lesezeit

migRaven.MAX Link-Repair erfasst jetzt auch CAD- und BIM-Verweise

Wer einen Fileserver migriert, kennt die Office-Dokumente mit toten Verweisen danach. Wer zusätzlich AutoCAD-Zeichnungen, Revit-Modelle oder Inventor-Baugruppen im Bestand hat, kennt ein anderes Problem: Ein Grundriss verweist auf ein Dutzend externe Referenzen, ein Gebäudemodell auf die Modelle der Fachplaner, eine Baugruppe auf hunderte Einzelteile. Fällt einer dieser Pfade beim Umzug aus, merkt es niemand beim Öffnen der Datei — nur wenn ein Plan unvollständig geplottet wird oder ein Modell ohne seine Fachmodelle startet, oft Wochen nach der Migration.

migRaven erweitert das Modul Link-Repair seiner Migrations- und Berechtigungsplattform migRaven.MAX jetzt um genau diese Auswertung: Zeichnungen, Modelle und Baugruppen aus AutoCAD, Revit, Navisworks und Inventor werden auf ihre externen Verweise untersucht. Das Ergebnis zeigt je Datei, wohin ein Verweis zeigt, ob das Ziel erreichbar ist und in welcher Form der Pfad gespeichert wurde — absolut, relativ, nur über den Dateinamen oder als externe Adresse. Damit lässt sich vor einer Migration entscheiden, ob und wo Korrekturen nötig sind, statt es hinterher zu entdecken.

Was Link-Repair bisher leistete

Link-Repair inventarisiert seit seiner Einführung die Verweise in Word-, Excel- und PowerPoint-Dokumenten einschließlich der alten Binärformate, in PDF-, HTML- und Visio-Dateien sowie in Windows-Verknüpfungen. Der Scan Agent liest die Dokumente direkt auf dem Fileserver, ermittelt jedes Linkziel, prüft dessen Erreichbarkeit über Server und Freigabe und fasst gleiche Ziele zusammen. Für den Übergang auf neue Freigaben, DFS-Namensräume oder SharePoint korrigiert Link-Repair die Pfade regelbasiert, etwa Laufwerksbuchstaben zu UNC-Pfaden, und kennzeichnet bearbeitete Dokumente, damit spätere Läufe ihre Zuordnung wiederfinden. Der Prüfschritt ist in die Migrationsplanung eingebunden: Für jedes geplante Verzeichnis ist sichtbar, ob ein Link-Scan vorliegt und wie viele Verweise betroffen sind.

Was neu ist: vier CAD- und BIM-Formate

Mit der aktuellen Version werden vier Produktfamilien erfasst, die in Ingenieurbüros, Industrie, Energieversorgung und Bauwesen den größten Teil der verknüpften Dateien ausmachen:

  • AutoCAD, Plant 3D, Advance Steel (DWG, DWT, DXF) — externe Referenzen (Xref-Zuordnung und -Überlagerung), Rasterbilder, PDF-, DGN- und DWF-Unterlagen, Schriften, Plotter- und Plotstil-Dateien, Texturen, Hyperlinks, Datenverknüpfungen.
  • Revit (RVT, RFA) — Revit-Links, CAD-Links, zentrales Modell, Keynote-Dateien.
  • Navisworks (NWF, NWD, NWC) — zusammengeführte Modelle und deren Quelldateien.
  • Inventor (IAM, IPT, IDW, IPN, IPJ) — Komponenten von Baugruppen, Materialbibliotheken, Arbeitsbereiche und Bibliotheken aus Projektdateien.

Eine Zeichnung oder ein Modell lädt beim Öffnen typischerweise weitere Dateien nach: Ein AutoCAD-Grundriss zieht sich Achsraster und Bestandspläne als Xref, dazu ein Luftbild als Rasterbild. Eine Navisworks-Koordinationsdatei führt Architektur- und Tragwerksmodell zusammen, die ihrerseits auf TGA-Modelle und CAD-Bestände verweisen. Eine Inventor-Baugruppe reicht über ihre Komponenten bis zu geteilten Materialbibliotheken durch. Jeder dieser Pfeile ist ein gespeicherter Pfad, den Link-Repair jetzt inventarisiert — ohne die Datei zu öffnen oder zu verändern.

Verweisketten in AutoCAD, Revit/Navisworks und Inventor: Eine Zeichnung oder ein Modell lädt beim Öffnen weitere Dateien über Xrefs, Revit-Links oder Baugruppen-Komponenten nach.

Drei Auswertungen für alle Dokumenttypen

Dazu kommen drei Auswertungen, die für Office-, PDF-, CAD- und BIM-Dateien gleichermaßen gelten:

  • Pfadform. Jeder Verweis wird eingestuft, ob er absolut (UNC-Pfad, Laufwerksbuchstabe), relativ zum Dokument, nur über den Dateinamen oder als externe Internetadresse gespeichert ist. Absolute Pfade brechen beim Serverwechsel, weil der Servername Teil des gespeicherten Pfads ist; relative Pfade überstehen ihn, weil nur die Ordnerstruktur zählt. Ein Bestand, der ausschließlich relativ verlinkt, übersteht eine Migration ohne Korrektur — die Kennzahl zeigt das auf einen Blick.
  • Dateityp-Matrix und Dateibaum. Eine Übersicht zeigt, welche Dateitypen auf welche verweisen. Von dort führt ein Verzeichnisbaum je Dateityp zu den betroffenen Dateien, einschließlich der Liste ihrer Linkziele. Änderungs- und Zugriffsdaten liest der Scan Agent bei Bedarf live vom Fileserver.
  • Externe Adressen. Verweise auf Webseiten, SharePoint oder E-Mail-Adressen werden als eigene Klasse geführt. Sie zählen weder als gültig noch als defekt, weil sie von einer Fileserver-Migration nicht betroffen sind.
Absolute Pfade brechen beim Serverwechsel, relative Pfade überstehen ihn. Die Pfadform-Auswertung trennt beide Gruppen vor der Migration.

Warum das für Migrationen entscheidend ist

Eine Zeichnung ist selten eine einzelne Datei. Ein Grundriss verweist auf Achsraster, Bestandspläne und Detailblätter; ein Gebäudemodell auf die Modelle der Fachplaner; eine Baugruppe auf hunderte Einzelteile. Diese Verweisketten sind über Jahre gewachsen und liegen in Pfaden, die beim Umzug auf einen neuen Fileserver, in einen DFS-Namensraum oder in die Cloud ungültig werden. Anders als ein defekter Link in einem Textdokument fällt ein fehlender Xref erst auf, wenn ein Plan unvollständig geplottet wird oder ein Modell ohne seine Fachmodelle öffnet — oft Wochen nach der Migration und im laufenden Projekt.

Bisher blieben diese Abhängigkeiten in der Migrationsplanung unsichtbar. Sie ließen sich nur durch Öffnen der Dateien in der jeweiligen Anwendung prüfen, was bei zehntausenden Zeichnungen ausscheidet. Link-Repair beantwortet die Frage jetzt vor dem Umzug: wie viele Verweise es gibt, wohin sie zeigen, welche würden brechen und welche nicht. Die Entscheidung, ob ein Bestand ohne Korrektur migriert werden kann oder ob die Fachanwendung Pfade nachziehen muss, beruht damit auf einer vollständigen Inventur statt auf Stichproben.

Warum gerade diese Dateitypen

AutoCAD-Zeichnungen sind das Austauschformat der Technik: Sie werden über Jahrzehnte aufbewahrt, zwischen Auftraggebern und Planern weitergegeben und referenzieren sich gegenseitig über externe Referenzen. Revit hat sich als Standard für Gebäudemodelle etabliert, in denen Architektur, Tragwerk und Technik als verknüpfte Modelle zusammenarbeiten. Navisworks führt diese Modelle für Koordination und Kollisionsprüfung zusammen und speichert dafür ausschließlich Verweise auf die Quelldateien. Inventor-Baugruppen bestehen aus tief verschachtelten Einzelteilen mit Projektdateien, die Bibliotheks- und Arbeitspfade festlegen. In allen vier Fällen hängt die Nutzbarkeit der Datei vollständig an ihren Verweisen, und in allen vier Fällen liegen die Bestände auf Fileservern, die migriert werden.

Die vier Familien sind zugleich der Kern des Autodesk-Portfolios, mit dem migRaven-Kunden aus Energieversorgung, Industrie, Anlagenbau und Bauwesen arbeiten. Die Erweiterung wurde mit realen Zeichnungsbeständen eines Energieversorgers entwickelt und abgenommen.

Auf einen Blick

  • Unterstützte Familien — Office (Word, Excel, PowerPoint), PDF, HTML, Visio, Windows-Verknüpfungen sowie neu AutoCAD, Revit, Navisworks und Inventor.
  • CAD- und BIM-Dateien werden ausschließlich gelesen. Verändert werden sie nie; DWG-Zeichnungen liest ein getrennter Decoder-Prozess.
  • Vier Auswertungen — Pfadform (absolut, relativ, Dateiname, extern), Dateityp-Matrix mit Verzeichnisbaum, externe Adressen als eigene Klasse, und für CAD/BIM zusätzlich die Verweiskette je Zeichnung oder Modell.
  • In einem Testbestand von 54 AutoCAD-Zeichnungen fand die Analyse 63 externe Referenzen, ein Dutzend eingebettete Bildverweise und rund 1.000 Verweise insgesamt — ohne dass eine Datei geöffnet oder verändert werden musste.

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